What`s you're next pleasure?
What`s you're next pleasure?

Ein Leben für die Gastfreundschaft

Vor über 20 Jahren ( um genau zu sein 1996)habe ich meine Ausbildung in der Hotellerie begonnen.

Meine Eltern waren schockiert, doch Maschinenbau hatte für mich keinen Reiz, ich wollte mit Menschen arbeiten, um die Welt kommen. Eigentlich wollte ich Tourismuswirtschaft studieren aber wegen des NC mußte ich einige Jahre Wartezeit füllen und so fiehl meine Wahl auf den Beruf des Hotelkaufmann.Das Hotel, ein familiengeführtes Privathotel mit vier Sternen auf einer Nordseeinsel, 200 Betten, 80 Zimmer .

Das Lehrjahre keine Herrenjahre sind war mir zu diesem Zeitpunkt schon des Öfteren Mitgeteilt worden, das es sich aber um einen abstieg in die moderne Sklaverei handelt, wurde mir erst nach den einigen Wochen bewußt. 

Nicht nur das der Umgangston und die Wertschätzung durch die Inhaber zu wünschen übrig ließen, nein auch die zur Verfügung gestellte Wohnsituation und die Verpflegung hatte einen ganz neue Dimension.

Ich war durch Jahrelanges reisen als Pfadfinder schon einiges gewohnt und auch meine erste WG welche ich mit 17 Jahren gründete war definitiv nicht das was sich Muttern so vorgestellt hatte, aber das was ich hier erlebte war einfach unbeschreiblich. Ich werde es trotzdem versuchen, weil ich der Auffasung bin das dies, unter anderem, einen sehr großen Beitrag zu der heute noch Trauigen oder viel traurigeren Situation in der Hotelerie beigetragen hat.

Am Ende der Gastetage gab es eine Stahltür, Auf welcher ein elegantes Schild mit dem Hinweiss "zutritt verboten" Stand. Dahinter erwartet einen die, wie es die Inhaberin und Ihre kleingeistig verdorbene Tochter gerne nannten Domestiten- Etage. Am Boden Teppich der Bereits vor 15 Jahren aus den Hotelzimmern entfernt wurde und hier sein neues Leben fand. Auf der Etage befanden sich 10 sogenannte Personalzimmer, eine abenteuliche Dusche und ein WC. Die Größe der Kämmerlein  Lang zwischen 8 und  1oqm, welche man sich logischerweise gerne mit einem anderen Auszubildenen teilen konnte. 

 

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© Lars Johannsen